Friday, February 29, 2008

 

Die wahre Raucherlobby

Ist es nun sinnlicher Genuss oder übles Laster?
Als Zwangsraucher schwanke ich hin und her. Bin ich nervös und zünde eine nach der anderen an, kratzt es bald im Hals und ich verfluche hustend meinen Zigarettenkonsum. Nach dem Essen oder bei der Denkarbeit aber ist eine Zigarette eine Wohltat.
Dieser Genuss ist aber immer öfter mit einem Ortswechsel verbunden. So lernt man zwar Balkone oder den Umschwung der Häuser kennen, in denen man sich gerade befindet, auch über die allgemeine Wetterlage weiss der Raucher besser bescheid als der Abstinente. Ich kann allerdings nur hoffen, dass sich die Schweizer Wirte weiterhin standhaft gegen ein striktes Rauchverbot in den Restaurants wehren.
Diesbezüglich bin ich echt stolz auf die Schweizer Gastronomie!
Bald ist die Schweiz nicht nur eine Währungsinsel, sondern auch eine Raucherinsel. Das ist weise Voraussicht par excellence von den Wirten. Bald trifft sich die rauchende europäische Intelligenzia in Schweizer Fumoirs und brütet dort über ihre Kunst. War das nicht schon des öftern so in der Weltgeschichte, dass die Schweiz von den übelsten Krebsgeschwüren der Weltgeschichte verschont blieb? Eben.
Während Regierungen, Arbeitgeber, Gesundheitsfanatiker, ja sogar die Tabakkonzerne selber die Raucher von ihrem Laster abbringen wollen, bieten ihnen die Schweizer Wirte Schutz. Da nimmt man noch so gerne die unfreundliche Bedienung des Personals in Kauf.
In Zürich gibt es sogar Wirte, die die Wände bei der Renovation des Restaurants nicht neu streichen lassen. Der über Jahrzehnte vom Tabakrauch entstandene gelbbraune Farbton sei ein Zeitzeuge. Fand der Wirt und liess die Wände mit klarem Lack überstreichen.

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Will Smith
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